Storytelling

 

Erzählen

Das Erzählen von Geschichten ist eine der ältesten Künste der Menschheit. Märchen und Mythen beinhalten die kollektive Schätze einer Kultur und über ihre archetypischen Bilder wurden diese für nachfolgende Generationen bewahrt.

Märchenerzähler kamen früher in die Städte und Dörfer um den Menschen Informationen zu übermitteln über gesellschaftliche Entwicklungen, Erfahrungen in zwischenmenschlichen Beziehungen und sozialen Systemen.

Dabei wurde i.d.R. nicht zwischen Geschichten für Kinder und für Erwachsene unterschieden.

Kinder waren nicht ausgeschlossen vom alltäglichen Geschehen. Sie waren Teil davon und eingebunden in alle Ereignisse des Lebens von der Geburt bis zum Tod.

Die Idee, dass Märchen reine "Kindergeschichten" sind, ist also erst in jüngerer Zeit entstanden. Ursprünglich waren und sind sie

Bildhafte Geschichten für Menschen

Selbstverständlich biete ich Erzählprogramme für Kinderfeste, Schulen usw. an - grundsätzlich aber erzähle ich für Menschen jeden Alters, denn

 Geschichten hören ist wie Sehen im Dunkeln

Freies Erzählen nach alter Tradition, das ist

  • ein unterhaltsamer Ausflug ins Reich der Fantasie
  • eine spannende Reise zu fremden Völkern
  • ein Wieder-Entdecken unserer kulturellen Wurzeln, Riten und Bräuche
  • ein heilsamer Weg in die Tiefen unserer Seele

Jedes Erzählprogramm umfasst i.d.R. 1 - 1 1/2 Std. 

Die Themen und Kosten können Sie mit mir individuell besprechen.

 

Märchen schreiben

Durch die langjährige Beschäftigung mit Märchen drängte sich natürlich irgendwann einmal die Frage auf "wie schreibt man Märchen?"

Es gibt eine nachvollziehbare innere Ordnung, die ein Märchen bestimmt, eine Art "Grammatik der Fantasie".

Im Märchen bleibt nichts dem Zufall überlassen. Der Held wird nicht zufällig zum Helden. Seine Helfer, die Attribute und Symbole seiner Heldenreise sind nicht willkürlich. Sie alle haben eine Bedeutung.

Es reizte mich , diese Ordnung selbst herzustellen und sie zu verbinden mit den vielfältigen Möglichkeiten der Fantasie.

Unsere Märchenkultur besteht nicht nur aus überlieferten Volksmärchen.

In der Literatur gab es eine Zeit, zu der es für einen Schreiber wichtig war, sich auch mit fantastischen, märchenhaften Texten zu beschäftigen. Dieser Entwicklung haben wir unermessliche Schätze zu verdanken: Literarische Perlen von Hermann Hesse, Oscar Wilde, Hans-Christian Anderson, Manfred Kyber u.v.a.m.

Märchen sind also nicht nur Geschichten in einfachen, schlichten Worten und Sätzen - sie sind bild- und wortgewaltige Erzählungen, die die Vielfältigkeit und Seelentiefe unserer Sprache transportieren und bewahren.

 

 

"Märchen erzählen nicht von einer heilen Welt -
aber, wenn du sie verstehen lernst, dann heilen sie deine Welt!" (IPH)

Vorträge/Seminare

Wie beeinflussen die Märchen aus den Kindertagen meine Lebensausrichtung?
Wie spiegelt sich meine Lebensstrukur in den Märchensymbolen?
Welche Wege führen aus Prägungsmustern (Fluch) und unbewusster Indentifikation (Verzauberung)?

 

Märchen sind wortgewordene Analogien des kollektiven Unbewussten. Das Verständnis um ihre verborgenen Botschaften schafft Vor-Bilder für Entwicklung, kreative Lebensgestaltung, Selbstreflexion und Krisenbewältigung.

In seiner archetypischen Bildsprache beschreibt jedes Märchen eine Heldenreise, die im übertragenen Sinn für einen individuellen, innerpsychischen Entwicklungsprozess steht.

Durch die Übersetzung der Symbolik - die in einem Märchen niemals willkürlich ist - wird es möglich, die Mittel und Werkzeuge, die der Märchenheld zu seiner Problemlösung nutzt, als Vorbild zu sehen und für den eigenen Alltag umzusetzen.

Jeder Vortrag umfasst die freie Erzählung eines themenbezogenen Märchens, sowie eine anschliessende Analyse mit Gespräch.

Seminare und Workshops beinhalten zudem ein gemeinsames, gruppenbezogenes und kreatives Arbeiten an der Märchenstruktur.

 

Themen:

Selbstwert und Selbstliebe - Vater-Tochter - Mutter-Sohn - Verstrickungen mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil - Erziehungs-, Familien- und Sippenprogramme - Partner- und Beziehungsfähigkeit - Weiterentwickung von Beziehungen und Partnerschaften - Soziale Integration - Erwartungshaltung und Verantwortung - Einlassen und Abgrenzen - Grenzen des Helfens/Helfersyndrom - Lebenserfahrung und Initiation - Umgang mit Tod, Trauer und Verlust

Zielgruppen:

Gesunde und Kranke - Angehörige pflegender Berufe - Ehrenamtliche Helfer - Familienangehörige - Lehrberufe - Hospizvereine - Frauenhäuser - psychosoziale Einrichtungen - Selbsthilfegruppen u..v.a.m.